Beschreibung

Der nur als Fragment erhaltene Passionsaltar im St. Annen-Museum ist das Mittelteil eines Flügelaltars. Die Steinmetzarbeit aus Marmor im unteren Teil entstand um 1440–50 vermutlich in den südlichen Niederlanden, die Schnitzarbeit auch Eichenholz um 1470–80 in Lübeck. Es wurde 1916 in der St. Jürgen-Kapelle freigelegt und stammt vermutlich aus der Greveradenkapelle des Doms. Zu sehen ist die Passion Christi, vermutlich zeigten die Flügel weitere Stationen.


Die Kirche

St. Annen-Museum
St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck-Innenstadt (HL)

Das Museumsquartier St. Annen befindet sich in den Gebäuden des ehemaligen St.-Annen-Klosters in Lübeck. Im Jahr 1912 beschloss der Senat der Hansestadt den Umbau des Klosters zum Museum, die Eröffnung fand 1915 statt. Seit 2013 treten das St. Annen-Museum und die Kunsthalle St. Annen gemeinsam als Museumsquartier St. Annen auf. Die mittelalterliche Abteilung des Museums präsentiert heute die bedeutendste Sammlung spätgotischer Schnitzaltäre in Deutschland im harmonischen Zusammenspiel mit den spätgotischen Ausstellungsräumen des ehemaligen Klosters.

Literatur:
Brigitte Heise, Hildegard Vogeler: Die Altäre des St. Annen Museums. 4. Auflage. Lübeck 2021
Uwe Albrecht, Jörg Rosenfeld, Christiane Saumweber: Corpus der Mittelalterlichen Holzskulptur und Tafelmalerei in Schleswig-Holstein, Band I: Hansestadt Lübeck, St. Annen-Museum. Ludwig, Kiel 2005

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Sonstige Institutionen     Lübeck-Innenstadt, St. Annen-Museum    


Routenplaner: 53.86278, 10.68910


Schlagwörter

15. Jahrhundert (40) Lübeck (40) Sonstige Altarform (17)

Fotos: Jan Petersen, Kunst@SH, 2024