Beschreibung

Als Ersatz für das Zweiten Weltkrieg zerstörte Altarfenster der Martinskirche gestaltete Christel Kuball 1949 das neue dreiteilige Altarfenster zur Auferstehung Christi. Der triumphierende Christus als zentrale Figur hält die Siegesfahne in der Hand und wird links von einem kleineren Engel begleitet. Auch die weiteren Figuren sind verkleinert dargestellt: rechts zwei Frauen und unten zwei ruhende Soldaten. Zwei ornamental gestaltete Fenster umrahmen auf beiden Seiten das größere Mittelfenster.


Künstler/in

Christel Kuball
* 1876 in Hamburg — † 1950 Tötensen

Christel Kuball wurde am 10. Dezember 1876 in Hamburg als Sohn des Glasermeisters Friedrich Wilhelm Christoph Kuball (* 1835, † 1900) geboren. 1891–94 machte er eine Lehre beim Glasmaler Ferdinand Müller in Quedlinburg und arbeitete anschließend bei verschiedenen Glaskünstlern in der Schweiz, in Frankfurt am Main und in München. 1895–99 besuchte er die Königliche Kunstgewerbeschule München und die Akademie der Bildenden Künste München. Im Jahr 1900 übernahm er zusammen mit seinem älteren Bruder Carl (* 1874, † 1957) den väterlichen Betrieb in Hamburg. Dort war er für die Entwürfe und die anschließenden Ausführungen der Glasmalereien zuständig. Es entstanden zahlreiche Buntglasfenster für Sakralbauten, für Kontor- und Geschäftshäuser und im Schiffbau. Ab etwa 1936 führten die beiden Brüder getrennte Betriebe. Im Jahr 1950 übernahm Christel Kuballs Sohn Carl-.Heinz den väterlichen Betrieb. Christel Kuball starb am 9. September 1950 in Tötensen.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia Kunst@SH

Literatur:
J. L. Fischer, Glasgemälde von Christel Kuball, Hamburg, in: Die Kirche, Band 14, Heft 3, März 1917, Seiten 33-39 (betrifft Vereinshaus Düneberg). N. N., Meister Christel Kuball †, in: Glas-, Email-, Keramo-Technik : GEKT; internationales Journal für Silikate, Hamburg 1950, Bände 1-2, Seiten 75 und 104. Festschrift „100 Jahre Gebr. Kuball“ der Firma Gebr. Kuball, Hamburg 36, Hohe Bleichen 18, im Jahr 1960. Franklin Kopitzsch und Dirk Brietzke, Hamburgische Biografie : Personenlexikon, Band 8, Göttingen 2023.



Die Kirche

Martinskirche
Bei der Martinskirche 2, 22111 Hamburg-Horn (HH)

Die Martinskirche in Horn wurde 1886 als Kapelle durch den Architekten Johannes Vollmer errichtet. Sie ist nach dem Reformator Martin Luther benannt. 1894 wurde sie zur Kirche erhoben, ein Kirchturm wurde ergänzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gemeindehaus zerstört, doch die Kirche hatte nur geringe Schäden. Das alte Fenster im Altarraum mit dem Bildnis eines liegenden Lammes wurde 1943 so stark zerstört, dass das komplette dreiteilige Fenster ersetzt werden musste.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia Kirchenfenster

Nordkirche     Kirchenkreis Hamburg-Ost     Kirchengemeinde zu Hamburg-Horn     Hamburg-Horn, Martinskirche    


Routenplaner: 53.55002, 10.08264


Schlagwörter

20. Jahrhundert (82) Christel Kuball (1) Hamburg-Mitte (14) Altarfenster (36)

Fotos: Jan Petersen, Kunst@SH, 2022