Beschreibung

Der große Marienaltar, den Max Kahlke 1927 schuf, befindet sich seit 1931 in einer der Seitenkapellen im Schleswiger St.-Petri-Dom. Er zeigt auf fünf Bildtafeln Motive aus dem Leben Jesu, übertragen in eine expressive, moderne Bildsprache und eine typisch norddeutsche Marschlandschaft. Ganz links sieht man die Verkündigung des Engels Gabriel an Maria, in der Mitte das neugeborene Christkind im Schoß der Mutter, umgeben von den Hirten und den Königen. Der rechte Flügel zeigt den Leichnam Christi im Schoß von Maria.


Künstler/in

Max Kahlke
* 1892 in Glückstadt — † 1928 in Kiel

Max Kahlke wurde am 13. Januar 1892 in Glückstadt geboren. 1911/12 studierte er an der Akademie für bildende Künste in Stuttgart und wechselte dann bis 1914 an die Großherzoglich-Sächsische Kunstschule Weimar als Schüler von Fritz Mackensen. Wichtiger als die akademische Ausbildung war ihm die Begegnung mit dem Tiroler Maler Albin Egger-Lienz. Bereits 1912 wurde er in die Schleswig-Holsteinische Kunstgenossenschaft aufgenommen. Zudem war er Mitglied im Hamburger Künstlerverein. Im Ersten Weltkrieg wurde er verwundet und anschließend lange behandelt. Nach dem Kriegsende lebte er wieder in Glückstadt. 1925 wurde er als Mitglied in den Altonaer Künstlerverein aufgenommen. 1926 schloss er sich der neu gegründeten Künstlergruppe De Warft an. Sein Werk malerisches und grafisches Werk umfasst expressive religiöse Sujets, Marschlandschaften und Porträts. Max Kahlke starb nach schwerer Krankheit am 28. Februar 1928 in Kiel.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia



Die Kirche

St. Petri-Dom
Norderdomstraße 4, 24837 Schleswig (SL)

Der St.-Petri-Dom zu Schleswig zählt zu den bedeutendsten Baudenkmälern Schleswig-Holsteins. Erstmals schriftlich erwähnt wurde eine romanische Hallenkirche im Jahr 1134. Seither wurde an dem Bauwerk stetig weitergebaut. Um 1200 wurde das Querschiff fertiggestellt und um 1300 hatte der Dom bereits das Hauptschiff, den hohen Chor und den Schwahl. Um 1500 wurden dann die Seitenschiffe vollendet. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts, als Schleswig preußische Provinzhauptstadt geworden war, erhielt diese Backsteingotik-Kathedrale ihre heutige äußere Form. 1888–94 wurde der 112 Meter hohe neugotische Turm errichtet und der Innenraum saniert, was auch die Ausstattung des Domes mit farbigen Fenstern einschloss. Der heutige Dom hat eine Länge von etwa 100 Metern.

Literatur:
Johannes Pfeifer: Der St.-Petri-Dom zu Schleswig (= DKV Kunstführer. Nr. 161). München / Berlin 2014.
Uwe Albrecht (Hrsg): Corpus der Mittelalterlichen Holzskulptur und Tafelmalerei in Schleswig-Holstein, Band IV.2: Die Kirchen im Landesteil Schleswig – Odenbüll bis Wyk auf Föhr, Kiel 2019.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia Kirchenfenster

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Routenplaner: 54.51353, 9.56941


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Fotos: Jan Petersen, Kunst@SH, 2023