Beschreibung

Der Annen-Schrein im St. Annen-Museum stammt aus dem Aegidien- oder Michaelskonvent. Die Schnitzarbeit wird dem Umkreis des Bernt Notkes zugerechnet, die Malerei dem Umkreis des Wilm Dedekes. Im Mittelschrein steht unter einem Baldachin die Figurengruppe der Anna Selbdritt, in der die jugendliche, gekrönte Maria neben ihrer Mutter Anna und dem Christkind dargestellt ist. Auf den Seitenflügeln zeigen Malereien die weiteren Mitglieder der sogenannten Heiligen Sippe, darunter die Ehemänner von Anna und von Maria.


Die Kirche

St. Annen-Museum
St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck-Innenstadt (HL)

Das Museumsquartier St. Annen befindet sich in den Gebäuden des ehemaligen St.-Annen-Klosters in Lübeck. Im Jahr 1912 beschloss der Senat der Hansestadt den Umbau des Klosters zum Museum, die Eröffnung fand 1915 statt. Seit 2013 treten das St. Annen-Museum und die Kunsthalle St. Annen gemeinsam als Museumsquartier St. Annen auf. Die mittelalterliche Abteilung des Museums präsentiert heute die bedeutendste Sammlung spätgotischer Schnitzaltäre in Deutschland im harmonischen Zusammenspiel mit den spätgotischen Ausstellungsräumen des ehemaligen Klosters.

Literatur:
Brigitte Heise, Hildegard Vogeler: Die Altäre des St. Annen Museums. 4. Auflage. Lübeck 2021
Uwe Albrecht, Jörg Rosenfeld, Christiane Saumweber: Corpus der Mittelalterlichen Holzskulptur und Tafelmalerei in Schleswig-Holstein, Band I: Hansestadt Lübeck, St. Annen-Museum. Ludwig, Kiel 2005

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Sonstige Institutionen     Lübeck-Innenstadt, St. Annen-Museum    


Routenplaner: 53.86278, 10.68910


Schlagwörter

15. Jahrhundert (41) Lübeck (40) Altarretabel (118)

Fotos: Jan Petersen, Kunst@SH 2024