Beschreibung

An der Seitenwand des Altarraums der Kirche St. Sebast hängt über dem Taufstein ein kunstvoll geschnitzter Altarschrein, der Jesus und die zwölf Apostel zeigt. Das Trinitätsretabel entstand um 1430–40 vermutlich in einer Flensburger Werkstatt und stand ursprünglich auf dem Altar. Im Zentrum steht die Dreifaltigkeit, die drei auf einer Bank thronende Männer zeigt. Der mittlere lässt sich als der segnende Christus erkennen, die beiden Männer zur Linken und zur Rechten halten einen Kreuzstab bzw. eine Taube in der Hand.


Kirche/Museum

St. Sebast Kirche
Steege, 25920 Risum-Lindholm (NF)

Die St. Sebast Kirche in Risum wurde um 1400 als rechteckiger schlichter Sandsteinbau errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach umgebaut und erweitert. 1963 erfolgte eine grundlegende Renovierung der Kirche in Zusammenarbeit mit dem Kunstmaler Ernst Günter Hansing, der die beiden Glasfenster zur Linken und Rechten des Altares gestaltete. Im Frühjahr 2014 wurde der Innenraum noch einmal umgestaltet, um die alten und die neuen Elemente des Kirchraumes in einen guten Einklang zu bringen. Benannt ist die Kirche nach dem heiligen Sebastian, einem römischen Offizier, der im Zuge der letzten großen Christenverfolgung unter Kaisers Diocletian (284-305) als Märtyrer starb.

Literatur:
Uwe Albrecht (Hrsg): Corpus der Mittelalterlichen Holzskulptur und Tafelmalerei in Schleswig-Holstein, Band IV.2: Die Kirchen im Landesteil Schleswig – Odenbüll bis Wyk auf Föhr, Kiel 2019.

Weitere Informationen (extern):Website Kirchenfenster

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Routenplaner: 54.75557, 8.84211


Schlagwörter

15. Jahrhundert (49) Risum-Lindholm (1) Altarretabel (144)

Fotos: Jan Petersen, Kunst@SH, 2019